Gemeinsame Recollectio

Gemeinsame Recollectio

Am Freitag, den 24. Juni machte sich die Kommunität auf, um sich im Priester- und Bildungshaus Berg Moriah bei Vallendar zur Recollectio zurückzuziehen. Aufgrund der Verlagerung der Studienphase von Trier nach Frankfurt ab dem Wintersemester 2016/17 war die Recollectio gemeinsam mit dem Priesterseminar Sankt Georgen/Frankfurt geplant worden, sodass sich nun aus beiden Häusern knapp 40 Seminaristen und ihre Hausleitungen trafen.

Inhaltlich waren zwei Schwerpunkte gesetzt: Zum einen sollten die Tage dem gegenseitigen Kennenlernen der Kommunitäten dienen, zum anderen sollte sich mit Johannes dem Täufer und mit den Lübecker Märtyrern auseinandergesetzt werden, derer die Kirche am 24. und am 25. Juni gedenkt.

Nach der Vesper und einem gemeinsamen Abendessen stellten sich am Freitagabend die unterschiedlichen Bistümer einander vor: Da Sankt Georgen ein interdiözesanes Seminar ist, wurde so ein vielfältiger Blick in die deutsche Bistumslandschaft, ihre Hoffnungen und Perspektiven geworfen. Bei lokalen Getränken der verschiedenen Bistümer klang der Abend mit guten Gesprächen aus, bevor sich in die Stille verabschiedet wurde, die auch den nächsten Tag prägen sollte.

Der Samstag war der Stille und der Besinnung gewidmet: Die morgendlichen Laudes wurden durch Pater Schneider, den Frankfurter Spiritual, mit einem tiefgehenden Impuls zu Johannes dem Täufer ergänzt. In der am späten Vormittag stattfindenden Heiligen Messe am Dachau-Altar machte Regens Becker auf das Schicksal der Lübecker Märtyrer aufmerksam, die während der NS-Zeit für ihren Glauben in den Tod gingen. Ein besonderer Blick wurde auf Johannes Prassek geworfen, der in Sankt Georgen studiert hatte. Nachmittags wurde in einem Schriftgespräch das Evangelium des Sonntags betrachtet; auch eine gute Gelegenheit für die Seminaristen, sich geistlich besser kennenzulernen. Der Tag endete mit einer abendlichen Anbetung mit eucharistischem Segen und der Komplet.

Mit den Laudes endete am Sonntag die Stille. Gemeinsam machten sich die Kommunitäten anschließend auf den Weg zur ca. 6 km entfernten Dreifaltigkeitskirche auf Berg Schönstatt, wo sie den festlichen Gottesdienst mitgestalteten. Mit einem kurzen Besuch beim Schönstätter Urheiligtum und einem gemeinsamen Mittagessen im Pilgerzentrum endete nach dem Rückmarsch zum Haus Moriah die gemeinsame Recollectio.

Für die Trierer Seminaristen, die zum Oktober nach Frankfurt studieren gehen, war diese Recollectio eine gute Gelegenheit, unter geistlichen Vorzeichen die zukünftigen Mitbrüder kennenzulernen, die in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle spielen werden. Die Freude auf das nun zukünftig gemeinsame Studieren und Leben wurde durch die besinnlichen Tage gestärkt, sodass es nun bei vielen in Trier mit Freude heißen wird: Frankfurt, wir kommen! Und aus Frankfurt wird es heißen: Trier, willkommen! (sg)

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